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Bereit für den Extremeinsatz.

Unimog erfüllt neue Feuerwehrnorm für Waldbrand-Tanklöschfahrzeuge.

"Einsatz mit TLF!" Für Feuerwehrkräfte heißt das: Schnell mit einem Fahrzeug ausrücken, das bei der ersten Brandbekämpfung ohne externe Wasserversorgung durch Löschwasserentnahmestellen oder Hydranten auskommt. Das ist entweder notwendig, weil diese erst eingerichtet werden müssen, oder weil die Einsatzstelle in schwer zugänglichem Gelände liegt – beispielsweise in unwegsamen Waldgegenden. Die neue deutsche Feuerwehrnorm TLF-W soll sicherstellen, dass Einsatzfahrzeuge auch bei Wald- und Vegetationsbränden allen Widrigkeiten standhalten.

TLF-W: Deutsche Feuerwehrnorm für mehr Planungs- und Einsatzsicherheit.

In Europa, wie in der gesamten Welt, stellen Statistiker einen deutlichen Anstieg von Vegetationsbränden fest. Für Deutschland verzeichnete das Umweltbundesamt im Jahr 2018 insgesamt 1.708 Waldbrände – den höchsten Wert seit 15 Jahren.

Als Konsequenz aus den massiven Waldbränden der vergangenen Jahre hat der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) jetzt gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland (AGBF-Bund) eine neue Spezifikation für ein Waldbrand-Tanklöschfahrzeug (TLF-W) erarbeitet. Damit können sich deutsche Feuerwehren ab sofort bei der Anschaffung neuer Spezialfahrzeuge an einer Norm orientierten. Das sorgt für Planungs- und Einsatzsicherheit. Gleichzeitig bietet das Konzept des geländegängigen Tanklöschfahrzeugs die Grundlage für neue Einsatzstrategien bei Vegetationsbränden.

Kompromisslos im Gelände.

In Ergänzung der bereits genormten TLF 2000 und TLF 3000 soll das TLF-W als spezialisiertes Löschfahrzeug die Brandbekämpfung in unwegsamem Gelände bei Wald- und Vegetationsbränden sicherstellen. Auch bei länger andauernden Einsätzen direkt am Brandherd.

Das neue TLF-W folgt dabei der bereits etablierten DIN-Norm EN 1846, in der die Geländetauglichkeit von Feuerwehrfahrzeugen definiert wird. Während die meisten Allradfahrzeuge dabei lediglich die Kategorie 2 erreichen, die ein Fahrzeug als geländefähig einstuft, verlangt das neue Tanklöschfahrzeug für Waldbrände die Kriterien für Kategorie 3: Geländegängigkeit.

In Folge des Klimawandels nimmt die Zahl der Waldbrände zu. Für besonders kritische Lagen werden spezielle Einsatzmittel benötigt.

Karl-Heinz Knorr, Vizepräsident, Deutscher Feuerwehrverband

Offroad zu Hause: der hochgeländegängige Unimog.

Diese Anforderung ist wie gemacht für den Unimog. Denn Offroad liegt dem Special Truck in den Genen. Der hochgeländegängige Unimog punktet durch seine hohe Bodenfreiheit, die hohen Rampenwinkel und seine Steigfähigkeit. Damit kommen Einsatzkräfte im Gelände auch dann noch weiter, wenn andere Allradfahrzeuge aufgeben müssen.

Die Geländegängigkeit als zentrale Fahrzeugkompetenz der neuen TLF-W-Norm erfüllt der Unimog damit schon ab Werk. Die Fachempfehlung für den Einsatz eines Spezialfahrzeugs bei der Vegetationsbrandbekämpfung stellt aber noch weitere hohe Anforderungen an die technischen Fähigkeiten, die Ausstattung und den Schutz des Fahrzeugs. Die gute Nachricht: Ausgestattet mit zusätzlichen Lösungen spezialisierter Aufbauhersteller setzt der hochgeländegängige Unimog auch hinter all diese Spezifikationen einen Haken.

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Unimog erfüllt TLF-W-Anforderungen.

Allradantrieb

Gemäß Norm soll ein TLF-W über einen Allradantrieb verfügen. Auch das Getriebe muss für den Einsatz auf schwierigem Terrain ausgelegt sein. Der Unimog spielt dabei seine Stärken aus. Er verfügt serienmäßig über Differentialsperren und dank seiner Portalachsen über hervorragende Offroad-Fähigkeiten. Dazu kommt die Ausstattung mit einer Reifendruckregelanlage, mit der zwischen Fahrmodi für Straße, Schlechtweg und Gelände per Knopfdruck gewechselt werden kann.

Kompakte Abmessungen

Ein TLF-W soll möglichst kompakt sein, um die Wenigkeit zu gewährleisten – auch im dichten Wald. Die Feuerwehrnorm legt deshalb eine Höchstlänge von 6.800 mm, eine Höchstbreite 2.550 mm und eine maximale Höhe von 3.300 mm fest. Kein Problem für den Unimog mit seinem kurzen Vorbaumaß, der niedrigen Gesamthöhe und geringen Breite.

Watfähigkeit

Die Watfähigkeit des TLF-W muss gemäß Vorgabe mindestens 1.200 mm betragen. In Kombination mit weiteren Merkmalen wie Dachluken und einer Selbstbergewinde sollen damit die benötigten Fahrzeugvoraussetzungen für Hilfseinsätze in Überschwemmungsgebieten erfüllt werden. Der hochgeländegängige Unimog hat sich auf diesem Gebite schon vielfach als Rettungs- und Transportfahrzeug bei Feuerwehren und Technischem Hilfswerk bewährt.

Unimog der Feuerwehr Hildesheim bezwingt Hochwasser

Mannschaftstransport

Wegen der speziellen Herausforderungen im Löscheinsatz bei Waldbränden besteht die Besatzung eines TLF-W laut Norm in der Regel aus vier Feuerwehrkräften. Die brauchen ausreichend Platz im Einsatzfahrzeug. Der hochgeländegängige Unimog mit Doppelkabine sorgt dafür.

Sicherheit

Die Sicherung von Einsatzkräften und -fahrzeug ist ebenfalls wichtiger Bestandteil der neuen Norm. Mit eingebautem Schutzsystem bewahrt der Unimog die Einsatzkräfte im Fahrerhaus sowie die eigenen Fahrzeugkomponenten in kritischen Situationen vor Schaden. Zur Vorbeugung einer Überhitzung wird Wasser an kritischen Stellen durch Düsen fein zerstäubt.

Auch die weiteren Ausstattungsmerkmale eines TLF-W lassen sich im Unimog problemlos nachrüsten. So beispielsweise eine vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe mit fest montiertem Wasserwerfer und Selbstschutzsystemen, ein mindestens 3.000 l fassender Löschwasservorrat und eine feuerwehrtechnische Beladung.

Gemeinsam für den Schutz von Wäldern.

Steigende Fallzahlen und zunehmend schwere Verläufe von Waldbränden zeigen: Einsatzbereitschaft und internationale Solidarität werden künftig noch wichtiger für die Sicherung von Forstbeständen. Mit Einführung der neuen TLF-W-Norm folgt Deutschland europäischen Ansätzen, wie sie in ähnlicher Weise bereits in Frankreich und Spanien entwickelt wurden. So werden auch Unterstützungseinsätze über europäische Grenzen hinweg in Zukunft einfacher. Immer bereit seinen Teil beizutragen: der Unimog.

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