Mit dem Unimog in den Corona-Einsatz.

Verein für Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Bayern vertraut im Krisenfall auf den Unimog.

Sie sind unter anderem die Menschen in den gelben und grünen Kitteln – sicher hinter Mundschutz, Kopfhaube und Handschuhen vor dem Virus geschützt: die ehrenamtlichen Helfer und Mitglieder des Vereins für Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Bayern, kurz RKT e.V. „Wir sind alle einsatzerfahren – von Katastrophen bis hin zu Bagatellen. Aber der COVID-19-Einsatz hat uns schon mächtig auf Trab gehalten“, sagt RKT-Vorstand Tim Christen. Seine Mannschaft hat beispielsweise in Landshut, Tirschenreuth und in Nürnberg die Abstrichstationen für die COVID-19-Tests aufgebaut. Mit Unterstützung des Unimog.

Bestens organisiert und ausgestattet.

„Wir haben im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) die Planung sowie die Herstellung der kompletten Infrastruktur übernommen“, ergänzt Vorstandskollege und ebenfalls Gründungsmitglied Florian Unfried. Die Helferinnen und Helfer des RKT e.V. mussten Wartezonen einrichten, Parkplatzflächen ausweisen, Zelte aufstellen, Heizung und Licht installieren. Nicht zu vergessen die Helfer-Trupps, die die Ärzte beim Abstrich direkt an den Patienten unterstützt haben.

Technische Hilfestellung leistet der Mannschaft ihr hochprofessioneller Fuhrpark. Zwei Unimog U 1300 gehören dazu – natürlich im typischen Gelb des Dienstes lackiert.

RKT e.V.


Der Verein für Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Bayern wurde im Jahr 2017 als privater Rettungsdienst in Saal an der Donau gegründet. Heute sind im Ernstfall sofort 70 aktive Mitglieder in Süddeutschland einsatzbereit. Weitere 160 passive Mitglieder sorgen im Hintergrund für die so dringend benötigten Finanzmittel, etwa durch Mitgliedsbeiträge.

 

Mehr Infos: rkt-ev.de

An alles gedacht.

Ein Unimog wurde als ehemaliger KRKW von der Bundeswehr übernommen und zu einem nach allen DIN-Vorschriften zivilen, hochgeländegängigen Rettungsfahrzeug umgebaut (Funkrufname: Rettung Regensburg 71/72). Zu seiner Sonderausstattung zählen etwa die Zusatzbeleuchtung vorne mit einer 600 W LED-Lightbar, zwei LED-Rückfahrscheinwerfer mit 120 W sowie zwei weitere 75 W LED-Leuchten, eine LED-Umfeldbeleuchtung, Ansaugschnorchel, Dachluke, Hänsch LED-Rundumkennleuchten, 8 x LED-Frontblitzer, Tonanlage von Martin Horn sowie ein zusätzliches Nebelhorn als Hupe.

Wo andere Fahrzeuge aufhören zu fahren,
da fängt der Unimog erst richtig an.

Tim Christen und Florian Unfried, Vorsitzende, RKT e.V.

Das zweite Modell mit Rosenbauer-Aufbau, ein Unimog U 1300L (Funkrufname: Rettung Regensburg 53/1), stammt von österreichischen Katastrophenschutz-Kollegen und dient der technischen Einsatzgruppe. An Bord befinden sich drei Notstromaggregate, zwei Beleuchtungssätze, ein 16 t Greifzug, ein Zelt mit Zeltheizung, Feldbetten, eine Schleifkorbtrage, ein robuster Werkzeugsatz, Motorsäge, Schlupf und Spanngurte sowie eine medizinische Notfallausstattung.

Das Fahrzeug ist mit einem bis zu drei Meter pneumatisch ausfahrbarem Lichtmast ausgestattet (2 x Seto LED 2000). Dazu kommen eine hydraulische Seilwinde von Rotzler (15 t), Ansaugschnorchel, 230 V Einspeisung mit Netzvorrangschaltung, der modifizierte Blaulichtbalken DBS 4000 von Hänsch, 8 LED-Frontblitzer, BOS Digitalfunk und die Deckenkonsole mit Bluetoothradio.

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Unimog überzeugt im Gelände.

„Vielfach wird die Rettung verunglückter Personen aus schwerem Gelände hierzulande unterschätzt“, erklären Tim Christen und Florian Unfried. Nach ihren Worten seien viele Rettungsdienste gar nicht für Einsätze in Hochwasser, schwerem Gelände oder bei Waldbränden ausgerüstet. „Oft bleiben derlei Einsätze an der Bergwacht hängen. Das ist doch aber nicht Sinn der Sache“, so die RKT-Vorstände.

Als ausgebildete Notfall- und Rettungssanitäter schwören die beiden Vorstände auf den Unimog: „Da, wo andere Fahrzeuge aufhören zu fahren, da fängt der Unimog erst richtig an. Der Unimog ist das einzige Fahrzeug, das für unsere Einsatzgruppe Schweres Gelände in Frage kommt.“ Auch in der Einsatzleitung setzt man auf Mercedes-Benz: Ein G 400 bringt die Katastrophenmanager überall dort hin, wo sie gebraucht werden.

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