Prädikat: Strandtauglich.

Wasserrettung mit dem Unimog auf Usedom.

Seit 14 Jahren ist Thomas Labahn bei der Freiwilligen Feuerwehr Ückeritz, seit fünf Jahren ist er ihr Wehrführer. In seiner Heimatgemeinde kennt er jeden Stein – und auch jede Gefahr. Und davon gibt es reichlich rund um das 1.000-Seelen-Örtchen auf der Insel Usedom.

Neunmal im Jahr Leben retten.

Auf der einen Seite die Ostsee, auf der anderen Seite das Achterwasser. „Die Wasserrettung ist für uns ein elementarer Teil der Arbeit“, sagt Wehrführer Labahn. Der 40-Jährige, der einer Mannschaft von 28 aktiven Feuerwehrleuten vorsteht, koordiniert im Ernstfall anspruchsvolle Einsätze.

Immer dann, wenn Menschen im Wasser vermisst werden, rücken die Ückeritzer aus, um zu unterstützen. Bis zu neunmal im Jahr kommt das im Schnitt vor. Auf dem Wasser suchen dann die Spezialisten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und vom Strand aus halten die Ückeritzer Wehrleute nach jedem Fünkchen Hoffnung Ausschau.

Sicher durch den Sand.

Bis direkt ans Wasser kommen die Retter der Freiwilligen Feuerwehr Ückeritz allerdings nur mit einem Fahrzeug: mit dem Unimog. Seit wenigen Monaten steht ein nagelneuer Unimog U 5023 im Gerätehaus, der in Zusammenarbeit mit der Firma Sietrac angeschafft wurde. „Wir haben natürlich auch nach Alternativen geschaut. Aber es gibt einfach kein anderes Fahrzeug, was derart universell und hochgeländegängig einsetzbar ist wie der Unimog.“

Labahn ist begeistert vom roten Neuzugang in seinem Zug. „Insbesondere die Wattiefe von 1,20 m ist ausschlaggebend für die Neuanschaffung gewesen“, erklärt er. Politik und Wehr waren sich schnell einig, dass für die Einsätze auf der Insel, vor allem am Strand, ein Unimog unerlässlich ist. Beraten von der ersten Sekunde an wurden sie durch ihre Unimog Generalvertretung.

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Spezialausstattung für Rettungseinsätze.

Hochgelegte Abgaseinrichtung und Luftansaugung sowie eine zusätzliche Imprägnierung gegen das Salzwasser stehen auf der Ausstattungsliste. Ebenso eine vollautomatische Reifendruckregelanlage, eine 455/70R24 Stollenbereifung sowie eine hydraulische Rotzler Seilwinde mit 40 Metern Arbeitsseillänge.

Der fest montierte Lichtmast kann auf fünf Meter ausgefahren werden. Sechs Wehrleute finden in der Staffelkabine Platz. Neben dem Maschinisten sind der Staffelführer mit Gruppenführerausbildung, ein Angriffstrupp, ein Wassertrupp und – je nach Lage – auch ein Bootsführer an Bord. Denn wenn zur Suche nach einer vermissten Person im Wasser alarmiert wird, dann zieht der Unimog ein 5,50 m langes Schlauchboot mit einem 90 PS Außenborder auf einem Spezialtrailer hinter sich her.

Es gibt einfach kein anderes Fahrzeug, was derart universell und hochgeländegängig einsetzbar ist wie der Unimog.

Thomas Labahn, Wehrführer, Freiwillige Feuerwehr Ückeritz

Der Logistik-Profi ist immer mit dabei.

Aber nicht nur die Einsätze am Strand sind es, die den Unimog so attraktiv machen. „Den Aufbau haben wir multiflexibel gestaltet“, sagt Thomas Labahn. Vom Fahrzeugbauer Parkentin kommt der Aufbau und die fünf verschiedenen Rollcontainer wurden von der Firma Günzburger Steigtechnik gefertigt, die, je nach Einsatz, in maximal dreieinhalb Minuten ausgetauscht und huckepack genommen werden können.

Wenn’s brennt, kommt die fest eingebaute Schlauchverlegung mit 16 B-Schläuchen zum Einsatz. Mit nur zwei Mann kann im Nu eine Schlauchlänge von 350 m hergestellt werden. Im zusätzlich bereitstehenden Schlauch-Transport-Anhänger sind noch einmal 750 m an Bord. Auch ein Hygienecontainer sowie ein Container mit Spezialausrüstung bei Vegetationsbränden sollen demnächst zur Verfügung stehen.

Der Unimog rückt als „Gerätewagen Logistik“ grundsätzlich immer mit aus. Alleine schon deshalb, weil man oft erst am Einsatzort sieht, was einen erwartet.

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