Holzlogistik in Tirol.

Kraftpaket Unimog U 530 als Sattelzugmaschine im Einsatz.

In dritter Generation betreibt Familie Thurner im Bezirk Landeck in Tirol ein Sägewerk. Eine Zimmerei ergänzt den Betrieb. Seit 1968 der erste Unimog in die Firma kam, ist über Generationen hinweg die Begeisterung für dieses Fahrzeug gewachsen. Die Unimog wurden von Anfang an individuell auf die Anforderungen der Thurners zugeschnitten und aufgebaut. Neuerdings ersetzt ein neuer Unimog U 530 einen in die Jahre gekommenen U 1450.

Wendiges Zugpferd im Wald.

Der neue U 530 ist sowohl mit Sattelkupplung als auch mit höhenverstellbarer Anhängerkupplung ausgestattet und verfügt zusätzlich über einen PENZ Kran. Zwei individuell gefertigte Sattelauflieger von Gögl Fahrzeugbau ergänzen das Unimog Zugfahrzeug für die spezifischen Einsätze in Sägewerk und Zimmerei.

Der Rohstoff für die Zimmerei kommt aus der Region durch die Agrargemeinschaft, in der sich die Waldbesitzer zusammengeschlossen haben, um die Bewirtschaftung im unwegsamen Gelände der Tiroler Alpen gemeinsam zu bewerkstelligen. Markus Thurner holt die gefällten Baumstämme mit seinem Unimog direkt aus dem Wald. Auf den steilen Waldwegen macht sich die starke Motorisierung mit 300 PS (220 kW) bezahlt. Je nach Länge der zu transportierenden Holzstämme kann der 41-jährige  Firmenchef seinen Anhänger stufenweise um bis zu 2,5 Metern verlängern. Damit ist der Transport von Hölzern mit einer Länge von bis zu 12 Metern kein Problem. Trotzdem bleibt die Wendigkeit mit dem Unimog als Zugfahrzeug gegeben.

Abgesetzt: Schnelles Be- und Entladen des Spezial-Aufliegers von Gögel Fahrzeugbau.
Gratwanderung: Aufgrund seiner schmalen Bauweise ist der Unimog selbst auf Gebirgspfaden sicher unterwegs.
Zum nächsten Einsatz: Holztransport mit individuell gebautem Auflieger.
Abgesetzt: Schnelles Be- und Entladen des Spezial-Aufliegers von Gögel Fahrzeugbau.
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Lenkbare Achse für den Anhänger.

Speziell für die Einsätze in den Wäldern an den steilen Bergflanken, wo die Wege in Serpentinen hinauf- und hinunter führen, hat Gögl den Sattelauflieger mit Rungenaufbau gefertigt. Er ist mit einer gelenkten Achse ausgestattet, sodass er genau in der Spur des Unimog läuft. Ein Sensor am Königszapfen, der in die  Sattelkupplung einrastet, misst den Lenkeinschlag des Zugfahrzeuges und gibt die errechneten Daten direkt an die Hänger-Achse weiter, von wo aus der Einschlagwinkel auf die Räder übertragen wird. Die Lenksteuerung des Anhängers kann auch manuell über eine Funkfernsteuerung bedient werden, was beim Rangieren erhebliche Vorteile bringt. Die Rückfahrkamera sowie eine Zusatzkamera für die Überwachung der Anbaugeräte ergänzen die Ausstattung. Diverse Arbeitsscheinwerfer sorgen für zusätzliche Sicherheit beim Arbeiten mit dem Kran.

Aus dem Restholz, das im Sägewerk und in der Zimmerei anfällt, werden Hackschnitzel produziert. Für den Transport ist der zweite Sattelauflieger mit einem 25-m³-Abrollcontainer und Tandem-Achse im Einsatz. Beide Achsen sind auch hier mit dem automatischen Lenksystem versehen. Der 20-Tonnen-Haken von Palfinger für den Abroller ist direkt auf dem Hänger aufgebaut.

Projekt umgesetzt mit UGV Partner:
Auer GmbH

Unimog aus dem Jahr 1952.

Im Besitz der Familie ist auch ein Unimog Baujahr 1952. Senior Alois Thurner hat ihn bei der Ausmusterung von der Schweizer Armee direkt mit Originalausrüstung  übernommen. Seither besucht er stolz mit dem Schmuckstück Oldtimer-Treffen.

Mehrgenerationenhaushalt: Die Thurners und ihre Schätzchen.
Mehrgenerationenhaushalt: Die Thurners und ihre Schätzchen.
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