Retten bei Wind und Wetter.

Fahrzeugkonzept "WISEL" für Feuerwehr und Katastrophenschutz.

In den vergangenen Jahren haben Extremwetterlagen stark zugenommen. Alleine 2017 sind die Schäden durch Starkregen, Hochwasser, Waldbrände oder Schneestürme seit Wetteraufzeichnungen so hoch wie nie gewesen – auch die Prognose für 2018 ist ernüchternd. Die Ausmaße des Klimawandels hinterlassen deutliche Spuren. Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen werden für Einsatzkräfte immer anspruchsvoller.

Mercedes-Benz Special Trucks und die Organisation „@fire – Internationaler Katastrophenschutz Deutschland e.V.“ haben das zum Anlass genommen, "WISEL" ins Leben zu rufen: Wildfire Intervention and Special Emergency Logistics ist ein neues Fahrzeugkonzept auf Basis des Unimog U 5023 speziell für die Waldbrandbekämpfung und den Einsatz bei Extremwetterlagen. Damit Feuerwehr und Katastrophenschutz einfach, schnell und sicher handeln können.

Waldbrandlöschung und Logistik in einem Fahrzeug vereint.

Nachdem eine Großübung der Organisation @fire deutlich gemacht hatte, wie wichtig geländegängige Fahrzeuge im abwehrenden Brandschutz abseits befestigter Wege sind, haben sich @fire und Mercedes-Benz Special Trucks zusammengetan. Entstanden ist ein Konzept für Feuerwehr und Katastrophenschutz, das unterschiedliche Ansprüche speziell in ausgedehnten Katastrophenlagen bei der Vegetationsbrandbekämpfung abdecken soll.

Unimog: Retter in Extremlagen.

"WISEL" sieht vor, dass das Einsatzfahrzeug ohne große Umbauten sowohl als Tanklöschfahrzeug zur Waldbrandbekämpfung wie auch als Logistikfahrzeug mit der Grundfunktion eines GW-L2 (Einsatzfahrzeug Gerätewagen Logistik 2) in schwierigem Gelände dienen kann. Gitterboxen oder Rollcontainer sollen dabei mithilfe eines Krans schnell und einfach auch in schwer zugänglichem Gelände ab- oder aufgeladen werden können.

Katastrophenhilfe wird mit "WISEL" einfacher.

Der Unimog U 5023 bietet als Einsatzfahrzeug die perfekten Voraussetzungen für Rettungsmaßnahmen in Extremsituationen. Anbaugeräte wie Seilwinde, Kehrmaschine oder Pflug können an der Front angebaut werden. Dadurch wird der Special Truck zu einem Fahrzeug, das vielseitige Aufgaben im Rahmen der Katastrophenhilfe erledigen kann. Immer mit an Bord: eine Selbstschutzausrüstung in der Kabine. Diese besteht aus Atemluftflaschen, Halbmasken mit Druckregler und Lungenautomat für eine vierköpfige Besatzung. Die ab Werk verfügbare Doppelkabine wird von außen mit einem Astabweiser geschützt, der gleichzeitig die Aufnahme für die Sondersignalanlage und einen integrierten Selbstschutz mit entsprechenden Sprühdüsen darstellt.

Zuverlässiger Helfer für Helfer.

Um für Sturmeinsätze bestens gerüstet zu sein, sind Arbeitsbühnen zur Ergänzung der Drehleitern unumgänglich. Das Konzept "WISEL" sieht vor, dass auf der Pritsche über Twist-Lock-Schnellverschlüsse eine kleine Arbeitsbühne aufgenommen werden kann. Diese verfügt über einen eigenen Antrieb und erreicht mit einem Zwei-Personen-Korb Höhen von 20 bis 22 Meter. Der Unimog eignet sich damit ideal zur Bergung von Personen oder der Beseitigung von Sturmschäden. Und ist auch da noch einsetzbar, wo eine automatische Drehleiter der 30-Meter-Klasse nicht mehr anfahren kann. Dank einer Wattiefe von 1,20 Meter kann der Special Truck auch problemlos bei Hochwasser eingesetzt werden. Mit dem neuen Fahrzeugkonzept "WISEL" können Helfer in Zukunft auch in Extremsituationen schnell und effizient reagieren.

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