Berner Blitz.

Unimog U 427 mit Kran und Seilwinde als Pionierfahrzeug bei der Berufsfeuerwehr Bern.

Im Durchschnitt sechseinhalb Mal pro Tag rückt die Berner Berufsfeuerwehr zu Einsätzen aus. Aber nur selten geht es dabei um das Löschen von Bränden: Ein Großteil sind sogenannte Hilfeleistungen, wie zum Beispiel Personen- und Tierrettungen oder Sturm- und Blitzschäden. Da kommt der neue geländegängige Unimog U 427 der Truppe wie gerufen.

Unimog und die Berufsfeuerwehr Bern: schon lange ein Team.

Der feuerrote Mercedes-Benz Unimog U 427 ersetzt bei der Berner Berufsfeuerwehr einen verlässlichen Unimog, der bereits 1982 in Betrieb genommen wurde. Für den Neuen in der Fahrzeugflotte freut sich Franz Märki, Hauptmann und Leiter Kommunikation, nun ebenfalls auf "mindestens 30 gemeinsame Jahre". „Mit dem kompakten und geländegängigen Pionierfahrzeug haben wir einiges vor, ist unser Flottenjüngster doch exakt auf die vielfältigsten Bedürfnisse maßgeschneidert“, erklärt er.

Im Rahmen der Aufgaben seines Stützpunktes wird der 2,20 m breite Unimog U 427 vermehrt im weiteren Kantonsgebiet zum Einsatz kommen. Zugführer Christian Siegenthaler präzisiert: „Immer dort, wo der Weg oder die Gasse eng oder der Boden uneben, gar hügelig ist. Mit seinen Eigenschaften ist unser Pionierfahrzeug polyvalent einsetzbar.“ Damit meint er etwa den Holzeinsatz bei Wind und Wetter, den Einsatz nach einer Gewässerverschmutzung beim Bau einer Ölsperre sowie Fahrzeugbergungen oder Hochwassereinsätze und Großtierrettungen. Auch als Zugfahrzeug ist der Unimog U 427 dank einer möglichen Anhängelast von 20 t bestens geeignet.

Die Crew ist überzeugt.

„Es ist beeindruckend, was der Unimog alles kann“, so Christian Siegenthaler. Sein Mannschaftskamerad Thomas Berger, Mitglied der Beschaffungsgruppe der Feuerwehr, ergänzt: „Mit seinem Allradantrieb und automatisiertem 8-Gang-Schaltgetriebe, seiner 272 PS Motorenleistung und 3,7 t Nutzlast ist er bestens gerüstet. Er ist perfekt für knifflige Feinmanöver und dürfte gleichzeitig einiges aushalten.“

Für die Feuerwehr Matzelsdorf kommt nur ein Unimog infrage.

Die Ausstattung des Unimog U 427 lässt keine Wünsche offen: Rückblickkamera, Freisichtfahrerhaus, mechanisch-hydraulische Fahrerhaus-Kippeinrichtung, Panorama-Windschutzscheibe aus wärmedämmendem Verbundglas, Permanent-Allrad mit sperrbarem Längsdifferenzial, OM 936-Motor (Euro VI, 200 kW, 1.100 Nm), High Performance Engine Brake, Bi-Halogenscheinwerfer, Sechs-Kammer-Schlussleuchte mit Nebelschlussleuchte, Umrissleuchten und vieles mehr.

Besonders praktisch für die Feuerwehrmänner und -frauen: Im Heckkasten des Unimog ist Platz für weitere Ausstattung. Unter anderem lassen sich dort Schutzkleidung, Kettensägen, Werkzeug, Schwimmwesten, Lampen und Absicherungsmittel verstauen.

Leistungsstarke Extras: Kran und Seilwinde.

Einen echten Mehrwert erhält der Unimog Geräteträger durch die maßgeschneiderten An- und Aufbaugeräte. Die Konfiguration des neuen Berner Unimog entstand in enger Zusammenarbeit zwischen dem Beschaffungsteam der Feuerwehr, dem örtlichen Mercedes-Benz Partner Merbag AG sowie dem Aufbauspezialisten Feumotech.

In Sachen Kran haben sich die Feuerwehr-Experten für einen Palfinger PK 7001-EH-B mit einer maximalen Hublast von 3.150 kg und einer Ausladelänge bis zu 9,2 m entschieden. Die Eintrommel-Seilwinde KA-195-LS von Kyburz ist statt an der Front platzsparend hinter dem Fahrerhaus eingebaut. Sie verfügt über eine maximale Zugkraft von 5,5 t bei einer 12-mm-Drahtseillänge von 100 m. Bis zu zwei Meter schafft sie pro Sekunde, das spart bei kritischen Einsätzen wertvolle Zeit – zum Beispiel beim Errichten einer Ölsperre in schnell fließenden Gewässern. Kran und Seilwinde lassen sich praktisch per Fernbedienung steuern.

Franz Märki ist begeistert von der Vielseitigkeit und Aglitität des neuen Unimog: „Das ist eine starke Leistung. Insgesamt steckt im Unimog nicht nur viel Technik, sondern vor allem die neueste Technik.“

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